Download.jpg

QuartierPflege

Ein Leipziger Modellprojekt für Nachbarschaftlich in der Pflege

heidehof-stiftung.jpg
old-people-couple-together-connected.jpg
leutzsch-8c10892d.jpg

Nachbarschaft ist eine Antwort

Die Bertelsmann-Studie zur Pflege prognostiziert eine Personallücke zwischen 250.000 bis 400.000 Pfleger*innen bis zum Jahr 2030.

Diese Lücke kann ohne Qualitätsverlust durch Neu-Einstellungen nicht annähernd geschlossen werden.

Eine Antwort auf die Herausforderung ist eine bessere Integration von nachbarschaftlichen und familiären Pflegehilfsleistungen.

MOdellProjekt im Quartier

Es gibt einzelne Studien und Modellprojekte, die Ansätze aufzeigen, die Personallücke zu verringern. Alle Ansätze, die wir kennen, beruhen auf dem aktuellen Pflegesystem und entwickeln bestehende Konzepte weiter.

Wir möchten mit unserem Modellprojekt einen neuen, kreativen Ansatz verfolgen, um die Betroffenen und ihre Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Daher erproben wir die Integration von Nachbarschaftlichkeit in einem Quartier von 500 bis 1.500 Menschen.

Lösungsansatz

Wir setzen auf ein offenes gleichberechtigtes Gesprächsformat mit den Bewohner*innen, um Bedürfnisse herauszufinden und eine breite Beteiligung am Projekt zu organisieren.

Zu den Diskussionen laden wir Expert*innen, die bisherige Studien und Ansätze erläutern und sie zu unserem Projekt in Bezug setzen. Dazu zählen ein zentrales Case Management, eine gute Vernetzung im Quartier und Integration von Nachbarschaft wie zum Beispiel in Holland.

Das Modellprojekt soll in einer Wohnungsbaugenossenschaft stattfinden, weil diese Organisationen bereits eine Beteiligungskultur kennen und Eigentum geteilt wird, warum also nicht auch Pflegeleistungen unter Nachbar*innen.

Mögliche Ergebnisse

Zentrales Case-Management durch die Genossenschaft mit ambulanten Pflegediensten, Krankenhaus, Nachbarn und Familie.

Bedarfsgerechte Unterbringung je nach Pflegegrad im angestammten Quartier, inklusive Übernachtungsmöglichkeit für Familienmitglieder.

Rollenprofile für Nachbarn und Familie sowie deren Finanzierung über Entlastungsbeiträge, Pflegegeld oder Tauschkonten.

Wohnraumanpassungen durch die Genossenschaft und eine Koppelung von Pflege mit Kriterien für Wohnraumansprüche.