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QuartierPflege

 
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Beschreibungen und Podcasts

Wie und mit welchen zusätzlichen Fachkräften sollen nachbarschaftliche Sorge & Pflege im Quartier umgesetzt werden? 24.10.2019, 18 Uhr

In der dritten Diskussionsrunde möchten wir herausfinden, wie und mit welchen zusätzlichen Fachkräften nachbarschaftliche Sorge- und Pflege im Quartier Rosengarten umgesetzt werden kann.

Insbesondere geht es uns darum, was eine Pflegefachkraft innerhalb der Genossenschaft bzw. im Quartier für Aufgaben wahrzunehmen hätte - unabhängig davon wie sie bezahlt oder von wem sie angestellt wäre.

Dazu haben wir eine Expertin eingeladen, die uns in einem Kurzvortrag nahebringen wird, welche Unterstützung, Behandlung, Begleitung und Förderung von Menschen im Einzelfall angemessen ist. Sie beschreibt uns wie ein Fallmanagement in der Praxis so funktioniert, dass Nachbarschaftshilfe und professionelle Pflegedienste gut ineinandergreifen.

Wichtig ist uns, bereits bestehende Strukturen im Quartier Rosengarten zu berücksichtigen. Wir möchten mit ihnen diskutieren, welche Rolle Haushaltshilfe unter den Bewohner:innen im Hauseingang spielen kann - und wie wir daraus gemeinsam mit Pflegefachkräften ein verlässliches Unterstützungsnetzwerk über Jung und Alt hinweg entwickeln können.

Beteiligen Sie sich, denn die Veranstaltung ist ein Gespräch unter uns, den Bewohner:innen des Rosengartens sowie Vertreter:innen aus anderen Quartieren der Genossenschaft. Sie entscheiden, ob und wie sich unsere Nachbarschaft in den nächsten Jahren mit Blick auf Sorge & Pflege entwickeln wird.

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ANJA BIEBER, MSC DEMENTIA STUDIES, DIPLOM-PFLEGEWIRTIN

Frau Bieber ist Case-Management-Ausbilderin (DGCC) und staatlich anerkannte Altenpflegerin, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Frau Meyer Forschung zur Pflege und Versorgung von Menschen mit Demenz, zu Case Management für Menschen mit Pflegebedarf und zu kommunaler Altenhilfe betreibt.

Gemeinsam sehen sie sich für die Themen "Leistungen der Nachbarschaft" und "Zentralisierung von Leistungen" verantwortlich. Wichtig sei dabei eine Abgrenzung von nachbarschaftlicher Unterstützung zu professioneller Pflege und Versorgung. Hierbei kann auf vorhandene Erfahrungen zurückgegriffen werden, wie z.B. dem sächsischen Projekt Nachbarschaftshilfe. "Zentralisierung von Leistungen": Hier sollte koordinierte Leistungssteuerung im Vordergrund stehen. Der Einsatz von Case Management könnte die Leistungserbringung unterschiedlicher Dienstleister individuell bedarfsgerechter steuern. 

Die Planung der Diskussionsveranstaltungen könnte mit einer Recherche zu nationalen und internationalen Gute-Praxis-Beispielen unterstützt werden.

Titel: Besucher:innen ©thebuzzard

Titel: Besucher:innen ©thebuzzard

Titel: Elke Härtig ©thebuzzard

Titel: Elke Härtig ©thebuzzard


Welche Sorge- und Pflegedienstleistungen können Nachbar:innen im Quartier stemmen und welche nicht? 10.09.2019, 17:00 Uhr

An diesem zweiten Diskussionstermin möchten wir herausfinden, welche Sorge- und Pflegedienstleistungen Nachbar:innen im Quartier Rosengarten überhaupt übernehmen wollen und können

Wollen, wünschen, gerne machen: Das trifft auf manche Nachbarschaftsdienste bestimmt zu; etwa gemeinsam einen Kuchen backen oder gemeinsam einen Spaziergang machen. 

Mehr sollen als wollen und trotzdem unterstützen: also Selbsthilfe die Bewohner:innen im Quartier übernehmen, wenn kein Pflegedienst zur Verfügung steht oder der Pflegedienst gar zu teuer ist. Das könnte eine Hilfe beim Aufstehen sein oder die Grundreinigung der Wohnung. 

Können, also Kenntnis und Schulung: das ist für helfende Nachbar:innen eine Rückversicherung. Für die Pflegebedürftigen ist eine verlässliche Qualität die Grundvoraussetzung, sich von der Nachbarschaft im Rosengarten versorgen und pflegen zu lassen. 

In der Veranstaltung möchten wir mit Ihnen besprechen, welche Dienste Sie erbringen und welche Hilfe Sie annehmen könnten? Welche Anleitung und Koordinierung muss die Genossenschaft leisten? Welche Aufwandsentschädigung oder welcher Lohn ist angemessen? Dazu werden wir einen Kurzvortrag hören. Im Anschluss diskutieren wir Ihre Fragen. 

Die Veranstaltung ist keine Podiumsdiskussion, sondern ein Gespräch unter uns, den Bewohner:innen des Rosengartens sowie Vertreter:innen aus anderen Quartieren der Genossenschaft.

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ELKE HÄRTIG, PFLEGENETZWERK LEIPZIG, NETZWERKKOORDINATORIN

Als Leiterin des Beratungszentrums des Pflegenetzwerk Leipzig e.V. mit seiner Vielzahl an Angeboten für die Leipziger Bürger (persönliche Beratung, Pflegekurse, Kurse für Nachbarschaftshelfer, Bürgerveranstaltungen) weiß sie um die Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien.

Dabei ist es für sie unerheblich, ob es sich um Menschen mit einer Behinderung oder durch Alter und Krankheit pflegebedürftig gewordene Menschen handelt. Als Case Managerin (DGCC) und mit der Hintergrunderfahrung aus der Alten- und Behindertenhilfe möchte sie den Betroffenen und ihren Familien alle Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung aufzeigen, die sich aus der Gesetzgebung und den lokalen Hilfestrukturen in Leipzig ergeben. Dafür arbeitet sie gut vernetzt und im engen Austausch mit den entsprechenden Akteuren.

Die Individualität jedes pflegebedürftigen Menschen mit seinem ganz persönlichen Hilfe- und Unterstützungsbedarf sollte sich in den Unterstützungsangeboten vor Ort widerspiegeln.

Titel: Besucher:innen ©thebuzzard

Titel: Besucher:innen ©thebuzzard

Titel: Florian Kiel ©thebuzzard

Titel: Florian Kiel ©thebuzzard


Was zahlt die Pflegeversicherung und welcher Anteil kann in die Nachbarschaftshilfe fließen? 27.08.2019, 18:00 Uhr

„Die Pflegeversicherung soll mit ihren Leistungen vorrangig … die Pflegebereitschaft der Angehörigen und Nachbar:innen unterstützen, damit die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können.“ - so steht es wortwörtlich im Gesetz. 

Erst danach heißt es im nächsten Absatz weiter: „Kann die Pflege nicht oder nur in geringem Umfang durch Privatpersonen erbracht werden, ist die Unterstützung durch einen Pflegedienst notwendig.“

Um uns herum sehen wir jedoch, dass sich die Pflege immer weiter professionalisiert, wodurch die Fachkräfte knapp werden. Damit wir selber im Pflegefall gut versorgt sind, werden wir uns deshalb in der Diskussion genau anschauen, welche finanziellen Mittel aus der Pflegeversicherung in die Selbsthilfe aus der Nachbarschaft fließen können. 

Die Veranstaltungen sind keine Podiumsdiskussionen, sondern Gespräche unter uns, in diesem Fall hauptsächlich den Bewohner:innen des Rosengartens sowie Vertreter:innen aus anderen Quartieren der Genossenschaft. Nach einem Kurzvortrag der Referentin werden wir somit Ihre Fragen ausführlich diskutieren, um zu klären, unter welchen Bedingungen sich Nachbarschaftshilfe für Sie richtig anfühlt. 

Wir sind zuversichtlich für die Nachbarschaft, die Hilfe leistet und die Nachbarschaft, die Sorge und Pflege annimmt, über das gemeinsame Projekt mit der Gesellschaft für Gemeinsinn e.V. überzeugende  Antworten zu finden.

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REGINA SCHULZE, AOK PLUS-BEREICHSLEITERIN PFLEGE/HÄUSLICHE KRANKENPFLEGE

Möglichkeiten der Unterstützung und Finanzierung durch die soziale Pflegeversicherung aufzuzeigen, ist der Schwerpunkt von Frau Schulze. Die Pflegeversicherung bietet viele Möglichkeiten Pflegebedürftige und deren Angehörige zu unterstützen. Oft werden die zur Verfügung stehenden Mittel nicht genutzt. Deshalb haben Aufklärung und Beratung oberste Priorität.

Wichtig ist, dass die Bewohner im Quartier wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie in einer schwierigen Situation sind, z.B. konkrete Ansprechpartner. Gute Ergebnisse für das Projekt wären, wenn die Genossenschaftsmitglieder so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung, in ihrer Wohnung bleiben können bzw. das Leistungsspektrum der sozialen Pflegeversicherung besser genutzt und die nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung gestärkt wird.

Titel: Frau Regina Schulze, AOK ©thebuzzard

Titel: Frau Regina Schulze, AOK ©thebuzzard

Titel: Lutz Haake im Gespräch ©thebuzzard

Titel: Lutz Haake im Gespräch ©thebuzzard


Mitglieder-Vertreter-Versammlung 24.06.2019

Auf der 65. Mitgliedervertreter-Versammlung der BWG Halle-Merseburg e.G wurde das Projekt QuartierPflege präsentiert. Dazu haben wir einen Podcast zum Nachhören erstellt.

Kurzvideos


Artikel



Immer informiert sein

In den nächsten Tagen und Wochen informieren wir Sie zu weiteren Themen rund um die Pflegeversicherung etwa die Verhinderungspflege oder die Beratung durch Krankenkassen.

Zudem werden wir kurz vor der Veranstaltung konkrete Vorschläge zu einer Umsetzung im Quartier Rosengarten machen und diese nach der Diskussionsveranstaltung je nach Feedback, welches wir von den Bewohner:innen bekommen präzisieren.

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